Groß, größer, Rohre für Czajka! Hobas Vortriebsrohre unter der Stadt Warschau.
Eine Raumhöhe von 3 Metern ist etwas mehr als Durchschnitt, ein Rohrdurchmesser von 3 Metern aber hat mit Durchschnitt nur mehr wenig zu tun – und doch ist er für HOBAS zur Normalität geworden!
In Warschau entsteht zurzeit auf der rechten Flussseite der Weichsel die neue Kläranlage Czajka. Sie wird das Abwasser von 80 % der Einwohner der polnischen Hauptstadt klären und dafür sorgen, dass nur mehr sauberes Wasser die Weichsel hinabfliesst. Der Bau des Abwassersammlers, der zur Kläranlage hinführt, besteht aus 3 Teilprojekten. Die erste Etappe ist 5.714 m lang und wird mit HOBAS Vortriebsrohren DE 3000 (DN 2800) rechts von der Weichsel unter der Stadt vorgepresst. Im zweiten Abschnitt werden 1400 m DE 3000 auf der linken Flussseite verlegt und im dritten Projektschritt werden die Etappen 1 und 2 zusammengeführt, indem zwei DN 1600 Rohrstränge in einem 1,3 km langen Betontunnel mit einem Innendurchmesser von 4,5 m unter der Weichsel
durchgeführt werden.
Besonders erwähnenswert ist ein 840 m langes Teilstück der Etappe 1. Der Projektentwurf sah hier Vortrieb von zwei Seiten und die anschließende Zusammenführung der beiden Stücke in der Mitte vor. Mit HOBAS Rohren kann jedoch so präzise gearbeitet werden, dass der lange Abschnitt in einem Pressvorgang komplett von einer Richtung aus verlegt werden konnte. Die äußerst glatte Außenfläche und die hohe Steifigkeit (hier SN 50000 und 64000) bei gleichzeitig geringen Wandstärken der HOBAS Produkte trugen in Verbindung mit den 6 Einspritzdüsen für Schmiermittel, die entlang des Umfangs jedes 5. DN 3000 Rohres verteilt sind, wesentlich zu diesem Erfolg bei.
Aktuell werden Rohre unter der Hauptstraße des Stadtteils Białołęka vorgepresst. Eine offene Verlegung wäre hier nicht möglich, da die Baustelle den gesamten Verkehr auf der Hauptverbindungsroute lahmgelegt hätte. Die Straße hat 6 Spuren (3 in jede Richtung) und einen Grünstreifen in der Mitte, unter dem die HOBAS Vortriebsrohre verlegt werden.
Dabei wird der mit 910 m der längste Vorpressabschnitt realisiert.
Eigens für das Großprojekt Czajka entwickelten die HOBAS Experten eine Anlage, auf der Rohre mit einem Durchmesser von 3 m und mehr mit einer Geschwindigkeit von 75 km/h geschleudert werden können. Wirklich außerordentlich, wenn man bedenkt, dass die Schleudermatrize und das schwerste darin enthaltene Rohr eine rotierende Masse von 45 Tonnen oder 2 voll beladenen Sattelschleppern darstellen.



