%C3%96GL+-+WISSENSCHAFT

Die nassen Lebensadern der Römer

Die Versorgung der Städte mit Trinkwasser trieb die antiken Ingenieure zu Meisterleistungen. Aquädukte spielten eine Hauptrolle beim Aufstieg des Imperiums - teilweise funktionieren sie heute noch. Als die Schauspielerin Anita Ekberg und ihr Filmpartner Marcello Mastroianni in eleganter Abendrobe für den Filmklassiker "La dolce vita" (1960) in die sprudelnde Fontana di Trevi stiegen, war das nur möglich dank der schier unverwüstlichen Wasserbaukunst der alten Römer.

Der innerstädtische Brunnen wird nämlich gespeist durch eine 21 Kilometer lange Zuführung aus Richtung der Sabiner Berge, die als "Aqua Virgo" 19 v. Chr. von Soldaten des Feldherrn Marcus Agrippa angelegt wurde. Eine Jungfrau ("Virgo") soll den Kriegern eine besonders reine Quelle gezeigt haben. Seit der Antike liefert die Aqua Virgo, vorwiegend unterirdisch geführt, Wasser in das Zentrum der Stadt.

Österreichische Vereinigung für grabenloses Bauen und Instandhalten von Leitungen