Grabenlose Sanierung 6x schneller als offene Bauweise
Zurzeit wird im Auftrag der WISAK (Wiental Sammelkanal GmbH) ein wichtiger Teilabschnitt des Sammelkanals auf der stark befahrenen B44 im Ortsgebiet von Pressbaum erneuert. Die Experten der STRABAG AG sanieren mittels grabenlosem Inlinerverfahren insgesamt 1550m des 70 Jahre alten Kanals im Gemeindegebiet von Pressbaum.
Bei der Auswahl der Sanierungsverfahren wurden neben technischen Punkten vor allem wirtschaftliche, verkehrsrelevante und ökologische Rahmenbedingungen miteinbezogen. Die Verantwortlichen aus Gemeinde und die zuständigen Infrastrukturanbieter haben daher entschieden, dieses verkehrstechnisch sensible Bauvorhaben mit Hilfe grabenloser Technologien umzusetzen.
Sanierung in Blitzgeschwindigkeit: Grabenlos schafft 50m pro Tag
Die B44 zählt mit einer durchschnittlichen Verkehrsfrequenz von rd. 15.000 Fahrzeugen pro Tag zu einer der meist befahrenen Verbindungsstrecken zwischen dem westlichen Niederösterreich und dem Ballungszentrum Wien. „Das grabenlose Inlinerverfahren ermöglicht einen Baufortschritt von 50m pro Tag. So verringert sich die Bauzeit auf nur 40 Tage. Hätten wir dieses Bauvorhaben in offener Bauweise umgesetzt, wäre dies mit Sicherheit nicht in diesem Tempo machbar gewesen. Offen zu Sanieren hätte in diesem Fall nicht nur zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Staus geführt, sondern die Gesamtbauzeit auf zumindest 250 Tage ausgedehnt,“ erklärt OSR Dipl.-Ing. Hans Sailer, Geschäftsführer der Wiental Sammelkanal GmbH.
In Zukunft 90% der Bauvorhaben grabenlos
Ing. Norbert Böhm, Präsident der ÖGL, Österreichische Vereinigung für grabenloses Bauen und Instandhalten von Leitungen, zu den Vorteilen der grabenlosen Technologien: „Der eindeutige Trend hin zum Einsatz grabenloser Technologien bei Sanierungen und Erneuerungen von Leitungen zeigt, dass es uns als Interessensvertretung in den letzten 20 Jahren gelungen ist, die Vorteile grabenlosen Bauens bei den Entscheidungsträgern der öffentlichen Hand nachhaltig zu positionieren. Die Sanierung in Pressbaum ist nur ein Beispiel dafür, dass grabenlose Techniken als umweltschonende und hocheffiziente Bauweise mittlerweile eine anerkannte Alternative zur konventionellen Bauweise sind. In den letzten Jahren ist es gelungen die Verfahrenstechnik soweit zu revolutionieren, dass es uns möglich ist, 90% aller Bauvorhaben grabenlos und somit ökonomisch und ökologisch umzusetzen.“








