grabenlos.2026
NoDig & BlueGreen:
Zukunftsfähige Infrastruktur für Klimaresilienz
Am 29. und 30. September 2026 öffnete die Fachkonferenz „grabenlos.2026“ im CAPE10 ihre Türen. Unter dem diesjährigen Motto „NoDig & BlueGreen“ dreht sich alles um zukunftsfähige Infrastruktur für noch mehr Klimaresilienz. Grabenlose Technologien werden für den Ausbau und die Erneuerung unserer Infrastruktur immer wichtiger wird. Weniger Umweltbelastung, kürzere Bauzeiten und geringere Verkehrsbehinderungen sind nur einige der Vorteile, die Auftraggeber und Auftragnehmer gleichermaßen überzeugen.
In einem kompakten Konferenzprogramm werden Vorträge, best practice Beispiele, Erfahrungsaustausch und eine experience area alle Anforderungen an eine interessante und inspierierende Veranstaltung erfüllen.
Praxis hautnah erleben. Ein halber Konferenztag fokussiert auf die Anwendung: Von der Live-Demonstration moderner Schachtsanierung über den Kurzliner-Einbau bis hin zur Kamerabefahrung im Kanal – die Teilnehmenden konnten selbst Hand anlegen und Technik unmittelbar erleben.
Noch mehr Praxiserfahrung bieten zwei Exkursionen die heuer Einblicke in Produktion und Logistik für versorgungskritische Infrastrukturbetreiber bieten.
Fachkonferenz grabenlos.2026: Innovation, Praxis und Zukunftsperspektiven im Fokus
Mit einem hochkarätigen Programm, spannenden Praxisberichten und zahlreichen Möglichkeiten zum persönlichen Austausch bot die Fachkonferenz grabenlos.2026 einen umfassenden Einblick in aktuelle Entwicklungen und Zukunftsthemen der grabenlosen Technologie. Zahlreiche Fachbesucher:innen nutzten die Gelegenheit, sich über innovative Lösungen für moderne Infrastrukturen, herausfordernde Bauprojekte sowie neue technische Entwicklungen zu informieren.
Durch das Konferenzprogramm führte Mark André Haebler, Vorsitzender der International Society for Trenchless Technology (ISTT), der die Teilnehmer:innen durch einen abwechslungsreichen und fachlich anspruchsvollen Konferenztag begleitete.
Grabenlose Technologien bei Großprojekten
Eindrucksvoll zeigte Martin Schober (LINZ AG) die Komplexität und Dimension des Sanierungsprojekts des ULK-Dückers mit einem Durchmesser von 5.000 mm. Der Vortrag verdeutlichte die zentrale Bedeutung innovativer grabenloser Verfahren für die nachhaltige Erhaltung kritischer Infrastruktur.
Einen spannenden Blick in die Forschung ermöglichten die Beiträge von Matthias J. Rebhan (TU Graz) und Markus A. Schuch (ÖBB-Infrastruktur AG). Ihre Untersuchungen zum erweiterten Einsatz von Erdraketen zeigten vielversprechende Ansätze für zukünftige Anwendungsfelder.
Nachhaltigkeit und Digitalisierung als zentrale Themen
Großes Interesse weckte auch der Vortrag von Marina Schirrmann, die sich mit der Vergleichbarkeit von Umweltproduktdeklarationen (EPDs) beschäftigte. Die Diskussion zeigte deutlich den Bedarf an übergeordneten, europaweit abgestimmten Standards und eröffnete vielversprechende Perspektiven für eine zukünftige Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.
Ein weiteres Zukunftsthema stand im Mittelpunkt des Beitrags von Richard Toldo (LINZ AG). Er präsentierte aktuelle Erfahrungen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz für die Auswertung von Inspektionsdaten. Die gezeigten Beispiele verdeutlichten sowohl das bereits vorhandene Potenzial als auch die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten dieser Technologien.
Erfolgreiche Praxisbeispiele aus Österreich
Praxisnah berichtete Thomas Halbritter über die Errichtung eines Entlastungskanals mittels Microtunneling DN 1200 im Gemeindegebiet Maria Enzersdorf. Besonders herausfordernd war dabei die Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Bauarbeiten. Der Einsatz grabenloser Technologien ermöglichte eine effiziente Umsetzung bei gleichzeitig minimalen Auswirkungen auf die Umgebung.
Experience Area als Publikumsmagnet
Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die imposant gestaltete Experience Area. Hier konnten die Teilnehmer:innen innovative Technologien nicht nur kennenlernen, sondern auch selbst ausprobieren.
Großes Interesse fanden die Demonstrationen von Expert:innen der UHRIG Group, Rohrsanierung & Bau, Hermes Technologie sowie des Österreichischen Forschungsinstituts für Chemie und Technik (OFI). Sie alle gaben vertiefende Einblicke in Entwicklung, Anwendung und Qualitätssicherung moderner Sanierungssysteme.
Besonders beliebt war die Möglichkeit, selbst einen Fräsroboter zu steuern. Viele Teilnehmer:innen nutzten die Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln und die Herausforderungen der robotergestützten Kanalsanierung unmittelbar zu erleben.
Würdigung der ÖGL-Pioniere
Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch die Entwicklung der Österreichischen Vereinigung für Grabenlosen Leitungsbau (ÖGL) gewürdigt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1985 hat sich die ÖGL zu einer anerkannten und wichtigen Institution des österreichischen Tiefbaus entwickelt.
Ein besonderer Dank galt den Pionieren und Wegbereitern Manfred Loidl, Univ.-Prof. Hans Georg Jodl und Franz Weyrer, die mit ihrem Engagement und ihrer Vision maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung der grabenlosen Technologien in Österreich beigetragen haben.
Fachausstellung als Treffpunkt der Branche
Ergänzt wurde die Konferenz durch eine umfangreiche Fachausstellung. Zahlreiche Unternehmen präsentierten ihre Produkte, Dienstleistungen und technischen Innovationen und nutzten die Veranstaltung als Plattform für fachlichen Austausch, Networking und die Diskussion aktueller Branchenthemen.
Die Fachkonferenz grabenlos.2026 hat einmal mehr gezeigt, dass innovative Technologien, interdisziplinäre Zusammenarbeit und der offene Wissenstransfer entscheidende Faktoren für die nachhaltige Weiterentwicklung moderner Leitungsinfrastrukturen sind.
Fachkonferenz grabenlos.2026 mit einer umfassenden experience area und interessantem Vortragsprogramm
© Alexander Riell
Preise für die Ausstellung:
- 15 Ausstellungsstände sind möglich -
- Packagepreise
- Mitglieder: € 650,--
- Nicht-Mitglieder: € 1.250,--
- Inkludiert sind:
- Standplatz 1m x 2m (Breite/Tiefe)
- 1 Stehtisch & 1 Barhocker
- Strom/WLAN
- NICHT inkludiert: Standbetreuer – Sonderpreis für Standbetreuer EUR 155,-
*alle Preise verstehen sich zzgl. USt
Preise für Teilnehmerinnen:
- Standardticket inkl. Ausstellungsbesuch & Vortragsblöcke sowie Verpflegung – EUR 195,- (für Mitglieder)
- Sonderticket (Standbetreuer) max. 1 Ticket je Ausstellungsunternehmen – EUR 155,-
- Standardticket w.o. – EUR 295,- (für Nicht-Mitglieder)
- Ticket für Gemeindeteilnehmer EUR 130,- (für Gemeinden für bis zu 3000 EW)
*alle Preise verstehen sich zzgl. USt
Die wesentlichen Programmpunkte:
- Vortragsprogramm aus best practice Beispielen, innovativen Ideen und neuen Anwendungsmöglichkeiten grabenloser Technologien
- Erfahrungsaustausch
- Jugend Award wird wieder durchgeführt und von den Vortragenden in den HTL`s & an FH´s sowie Universitäten direkt beworben.
- Experience Area direkt in der Ausstellung an Tag 1 am Nachmittag
- Ordentliche Mitgliederversammlung der ÖGL
- Networking Dinner im Prater – das Lokal wird noch bekannt gegeben (ähnlich wie grabenlos.2025)
- An Tag 2:
- Kleines Frühstück in der Ausstellung
- 3 Exkursionen zu interessanten Projekten in und rund um Wien zur Auswahl stehen, um allen Teilnehmer:innen einen Einblick geben zu können, werden die Projekte vorgestellt